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Hagenuk Radio Service

 

Dieser Artikel beschreibt die Zeit von 1953 bis 1959

Im Jahr 1953 war es nicht einfach einen Arbeitsplatz zu finden. Der Krieg war erst vor 8 Jahren zu Ende gegangen. Hamburg lag noch zu großen Teilen in Trümmern. Die Infrastruktur war erst notdürftig wieder hergestellt. Auch der deutsche Schiffbau lag völlig am Boden. Die Allierten hatten alle Werften besetzt und jedwede Aktivitäten untersagt. Die Helgen der Werft Blohm und Voss wurden 1946 gesprengt. In den Jahren bis 1950 wurde die komplette Ausrüstung der Werft demontiert und außer Landes geschafft. Den Abschluss der Demontage bildete die Sprengung des Trockendocks Elbe 17.

Durch regen Einsatz Hamburger Bürger und Politiker wurde die Demontage der anderen Hamburger Werften verhindert. Das war die Grundlage für rasch wieder aufblühenden Schiffbau in Hamburg. Letztlich hat es dazu geführt, dass ich am 1. April 1953 meinen neuen Arbeitsplatz bei Hagenuk Radio Service in Hamburg Neumühlen antreten konnte.

 Die deutschen Küstenfunkstationen befanden sich auch alle noch im Aufbau. Es gab in der Britischen Zone, zu der Hamburg gehörte, Norddeich Radio, Elbe Weser Radio und Kiel Radio. In der Russischen Zone war Rügen Radio ebenfalls im Aufbau. Da in dem besetzten Deutschland nur kleine Schiffe betrieben und gebaut wurden durften, fand der Nachrichten Verkehr nur entlang der Küsten und im Grenzwellenbereich statt.

 Jedes Jahr wurde die deutsche Walfangflotte gewartet. In jedem Jahr wurde die Yacht „Creole“ des griechischem Reeder Nearchos gewartet und mit neuester Technik aufgerüstet. Für den Reeder Onassis habe ich am Umbau der Fregatte „Stormont“ zur Privatyacht „Cristina“ mitgearbeitet. Auf der Sietaswerft in Hamburg Neuenfelde wurden Küstenmotorschiffe in Sektionsbauweise errichtet.

Die nicht von der Demontage betroffenen Werften hatten schon wieder einen guten Auftragsbestand. Erstaunlicherweise war die Werft Howaldt Roß in der Lage, acht Jahre nach Kriegsende, den damals größten Tanker der Welt die „Tina Onassis“ zu bauen. Bei der Installation und Inbetriebnahme durfte ich bereits aktiv mitarbeiten. Der Stapellauf und das Auslaufen des Schiffes war ein großes Medienereignis. Beim Stapellauf säumten laut Hamburger Abendblatt hunderttausend Zuschauer die umliegenden Kaimauern.

Tina Onassis auslaufend Hamburg im Hintergrund ist die Deutsche Werft Finkenwerder zu sehen.Tina Onassis auslaufend Hamburg im Hintergrund ist die Deutsche Werft Finkenwerder zu sehen.

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